Ohrkorrektur

Erfahren Sie mehr zur Ohranlegeplastik

Allgemeines zur Ohrkorrektur

Die Ohrmuschel besteht zum Großteil aus elastischem Knorpel. Dieser Knorpel wird in der Embryonalzeit durch Reifungsvorgänge geformt, sodass die Ohrmuschel schon bei der Geburt ihre typische Form besitzt. Kommt es dabei zu einer Störung des Reifungsprozesses, entstehen in der Folge Formabweichungen. Diese zeigen sich einerseits als abstehende Ohrmuschel (Otapostasis), andererseits als Ohrmuscheldysplasie unterschiedlichen Grades. Man spricht bei geringgradiger Dysplasie von einem sogenannten „Tassenohr“. Bereits im Kindesalter stellen diese Formabweichungen eine Ursache für Hänseleien dar, dadurch entsteht oft ein hoher Leidensdruck. Eine Ohranlegeplastik (Otoklisis) sollte daher schon im Vorschulalter (5. bis 6. Lebensjahr) durgeführt werden. Auch bei Erwachsenen kann eine ein- oder beidseitige Ohrkorrektur vorgenommen werden.

Operationstechniken bei der Ohranlegeplastik

Abstehende Ohren werden durch einen Knorpelüberschuss im Bereich der sogenannten „Concha“ oder durch eine zu geringe Ausprägung der sogenannten „Anthelixfalte“ verursacht. Meistens kommen diese beiden Veränderungen gemeinsam vor und können so zu einer massiv abstehenden Ohrmuschel führen. Bei Knorpelüberschuss muss eine Knorpelreduktion im Bereich der „Concha“ durchgeführt werden. Eine fehlende oder zu gering ausgeprägte „Anthelixfalte“ wird mit einer Knorpelneuformung in diesem Bereich korrigiert. Einerseits erreicht man die gewünschte Faltenbildung durch gezielte Schwächung des Knorpels (Knorpelritz- oder Knorpelfeiltechniken), andererseits durch die Anwendung von Nahttechniken. Die genannten Techniken können auch kombiniert werden.

Mein Konzept der Ohrkorrektur

Die Operation wird individuell an den jeweiligen Patienten angepasst. Dafür erfolgt vor dem Eingriff immer eine Fotodokumentation. Anschließend plane und bespreche ich das Vorgehen anhand der Fotos. Oft wird bei Ohranlegeplastiken die „Anthelixfalte“ zu stark geformt und auf eine Reduktion des Knorpels im Bereich der „Concha“ verzichtet. Dies führt zu überkorrigiert und unnatürlich wirkenden Ohren mit Ausbildung von scharfen Kanten. Durch die Kombination von angepasster Knorpelreduktion mit zurückhaltender Knorpelneuformung im Bereich der „Anthelixfalte“ gelingt es, auch bei massiv abstehenden Ohrmuscheln natürlich wirkende Ergebnisse zu erzielen. Dieses „nichtoperierte“ Aussehen stellt für mich, wie auch bei der Nasenkorrektur, das oberste Ziel dar. Zur Vermeidung von sichtbaren Narben lege ich den Hautschnitt durchwegs versteckt an der Ohrmuschelrückfläche an.